Hamburger Erklärung vs. kalifornischer Pragmatismus? 0:1!
Thursday, July 16. 2009 | 09:07 | von Markus SpillerNaja, das hat wohl gesessen, aber die Diskussion ist noch lange nicht vorbei und scheint interessant zu werden…
Auf die Hamburger Erklärung hat Google nun mit einer lakonischen und sehr wahren Lektion in Site- & Accessmanagement reagiert.
Well done, finde ich…
Warum einige Verleger/Betreiber (auch) von Newsportalen ausgerechnet Suchmaschinen (wohl unbestreitbar Nr. 1 in der Generierung von Traffic und somit geldwerter Reichweite auf diesen werbetragenden Seiten) auffordern monetär bei den Zielseiten vorstellig zu werden mag allein schon wieder Grund für Sinnfragen sein. Aber was (wieder mal) auffällt ist, dass versucht wird Situationen, die ausserhalb des Netzes so nicht existent sein können, mit hergebrachten Modellen des alten Urheberrechts zu erschlagen. Und das ist nicht konstruktiv. Und das hat Google zu Recht in seiner Antwort so einfach wie möglich und so höflich wie nötig noch einmal addressiert. Und da haben sie leider in dieser Form recht.
Versteht mich nicht falsch: das schöne am Netz ist ja, dass noch immer so viel unbekanntes Terrain da ist über das es sich lohnt zu diskutieren und sicherlich sind hier auch von Google & Ca. neue Denkweisen gefordert , aber hey: Bitte mit etwas mehr Sachverstand und vor allem den Willen herangehen (zwar einträgliche aber) überkommene Modelle über Bord zu werfen, liebe Publizisten. Ansonsten bekommt man auch nur lakonische Klatschen zurück….
Just my 2 cents,
Markus
