Stimulus-Organism-Response-Paradigma

Monday, March 2. 2009 | 08:28 | von Markus Spiller

Wow, Fremdworte sind was Feines. Man mag Bullshit-Bingo vermuten, doch weit gefehlt.

„Der Grund dafür, dass viele Marketing-Communities nicht funktionieren, liegt letztlich am sogenannten Stimulus-Organism-Response-Paradigma, einem ganz fundamentalen Ansatz im Massenmarketing. … Dieser Ansatz gehe davon aus, dass Kunden auf nachvollziehbare Weise zu manipulieren sind. Das Marketing müsse nur eine Anregung (Stimulus) setzen und an den richtigen Knöpfe drehen, um die richtigen Prozesse anzuregen und damit die gewünschten "Responses" zu erreichen."
 
Das hat der Artikel "Müssen Marken twittern?" auf www.absatzwirtschaft.de ganz richtig erkannt bzw. zitiert, das funktioniert in einem ernsthaften Dialog zwischen Marke und User nicht. Und auch, dass es für Unternehmen & Marken nicht ratsam erscheint die CGC-Communities ganz zu ignorieren.

Wie der Titel es aber leider vermuten lässt, wird hier etwas grob geschoren. Die Frage "Müssen Marken twittern?" ist ähnlich sinnvoll wie die Frage "Müssen Menschen Autos fahren?", sie erlaubt keine eindeutige Antwort. Welches Vehikel Mensch/Marke für seine Fortbewegung/Kommunikation sinnvoll wählt ist letztlich abhängig von vielen Faktoren. Hier liegt der eigentliche heilige Gral und irgendwie kommt diese wichtige Erkenntnis mal wieder zu kurz, leider auch in diesem Artikel.
 
Zum Original-Artikel auf absatzwirtschaft.de >>

Bis demnächst,
Markus Spiller

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