CeBIT Webciety Panel – Oliver Schiffers zum Thema “Social Media Marketing”

Tuesday, March 10. 2009 | 15:07 | von Torsten Schollmayer

Bereits am ersten Tag der CeBIT nahm Oliver Schiffers (Head of Marketing Strategy & Analysis, Sapient) innerhalb des Webciety Programms als Diskussionspartner am Panel "Social Media Marketing" teil. Das Thema des Panels ist in soweit für Oliver und Sapient hoch interessant, da die Analyse und das Monitoring von Social Media entscheidende Erfolgsfaktoren für das Marketing darstellen und die Strategien neuartig und oft ungeplant aufgesetzt werden.

Die Diskussion brachte nun folgende Statements und Erkenntnisse hervor:
- Die Ausgangsbasis für Social Media Marketing ist das Monitoring und die Analyse der Aktivitäten, ohne Tools ist auch kein Ergebnis messbar.
- Strategie im sozialen Netz bedeutet "lernen & teilnehmen" mit Hilfe von Applications, relevantem Content und Engagement. Die Neuartigkeit und das zwingende Ausprobieren führen mit Sicherheit zu Fehlern und Scheitern, das aber in Kauf genommen werden muss, will man erfolgreich und lernfähigsein.
- Sowohl die Analyse auch die Strategie werden durch Relevanz (und damit Inhalt), Offenheit, Kommunikation und ganz neuer Marketing-Teilnahme geprägt
- Es gibt keine Strategie für alle Marken und Branchen, aber die Erfolgversprechendste für einige: Beziehungen aufnehmen und pflegen; Wahrnehmung gestalten; sowie Quelle für Menschen werden, die Expertise, Vision und Lösungen suchen.
- Der wahre Job von Markenkommunikation im Social Web besteht darin Nutzer zu aggregieren. Hierbei wird mit Absicht nicht von "möglichen Kunden" gesprochen, da sonst Relevanz verloren geht.
- Man sollte in Initiativen planen, nicht in Kampagnen, auch in Abgrenzung zum kurzlebigen Marketing Geschäft im Ggs. zu langfristigen Beziehungen.
- Tactic Influencers müssen identifiziert und persönlich angesprochen werden, z.B. über ein direktes Interview, welches das Gefühl vermittelt, daß Ihnen zugehört wird. Entscheidend ist die Wahrung der Objektivität der Influencer, welche durch enges und besseres Einbeziehen, Aufbauen von Vetrauen und Einbindung in die Produktstrategie erfolgt
- "Fragmented audience" bedeutet auch "fragmented communication"; Zuhören und vom Wording lernen
- Profile Targeting hat nur einen begrenzten Wert durch den gefühlten Datenschutz und das fehlende Vertrauen in die Integrität
- Gute(!) Kampagnen oder Events können der Ausgangspunkt für gewinnbringende Konversationen sein, aber nicht als Diplay Banner und auch nicht als lustiges Video. Klickraten und eTKPs werden von ihrem derzeitigen historischen Tiefpukt aus weiter fallen, während die Diskussion über die sogenannte Unterbrecherwerbung immer weitere Kreise zieht.

 

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